Vorrundenbericht Saison 22-23 FCR09-Frauen

Am Ende der vergangenen Saison standen die Sterne bei den FCR09-Frauen nicht so gut. Das 4. Liga-Team musste aufgelöst werden, während 3 Stammspielerinnen im Mutterschaftsurlaub waren, verliessen 4 weitere den Verein und zu guter Letzt verliess auch das Trainerteam die 3. Liga-Frauen auf den letzten Drücker.


Innert Kürze bildete Stephan Menzinger mit der Spielerin Serena Bühlmann, Christian von Rotz und Raúl Rivero ein Trainerteam um sich. Die ehemaligen 4.Liga-Spielerinnen wurden in das Kader der 3. Liga integriert. So startete im Sommer ein grosser, verjüngter Kader in die Vorbereitungen. Das Saisonziel: Den Abstieg verhindern. Und nun stehen die FCR-Frauen nach der Hinrunde auf dem 2. Tabellenrang, 1 Punkt hinter den Leaderinnen vom Team Fricktal. Aber gehen wir mal der Reihe nach….


Nach einem knappen, aber verdienten Startsieg gegen Breitenbach und einem ungefährdeten Sieg in der ersten Runde des Cups gegen Gelterkinden wurde die Euphorie gegen ein leicht verstärktes FC Telegraph Basel jäh gebremst. So einfach ging es dann doch nicht und obwohl die Rheinfelderinnen gegen Arlesheim dominant aufspielten, musste am Ende um den Sieg gezittert werden. Weiter ging es erneut im Cup und erneut gegen den FC Telegraph. Hier galt es also eine Rechnung zu begleichen. Nach einem gelungenen Start gerieten die Rheinfelderinnen arg ins Straucheln und erst in der letzten Spielminute konnte ein 3:4 und somit der Einzug in den ¼-Final gefeiert werden. Der nächste Dämpfer oder einfach die Realität, dass eine gewisse Konstanz noch fehlt, folgte im Meisterschaftsspiel gegen Gelterkinden. Nichts war mehr mit dominieren, Spielzüge wollten nicht gelingen und der Kunstrasen war auch nicht beliebt. Vielleicht war man auch einfach im Kopf nicht ganz bereit… Einiges besser gelang das Spiel gegen den damaligen Leader Bubendorf. Gleich 5:0 wurden die Tabellenführenden vom Platz gefegt. So hochgejubelt dieser Spiel, so tief der Fall im nächsten Spiel gegen Muttenz. Gleich 9:2 wurde man vom Feld gejagt. Eine bittere Niederlage, aber kein Grund den Kopf hängen zu lassen. Das spielfreie Wochenende wurde für einen Workshop mit intensiven Übungen in der Defensive und Offensive genutzt. Dies konnte in den folgenden Spielen auch gezeigt werden: Ein Sieg gegen Sissach, ein, beidseitig verdientes 2:2 gegen Team Fricktal und zum Schluss ein erkämpfter, aber zu keiner Zeit gefährdeter 3:0 Sieg gegen Concordia Basel. Einziger Makel: Das Ausscheiden im Cup gegen den höherklassigen FC Allschwil. Allerdings muss festgehalten werden, dass die FCR-Ladies den Allschwilerinnen insbesondere in den ersten 25 Minuten mehr als nur entgegenhalten konnten.


 Noch gibt es viel Arbeit und zu viel Träumerei darf nicht aufkommen. So fehlt es an Konstanz im Spiel und Training, teilweise der technischen sowie taktischen Finessen, an der Dominanz im Kopf und auch an der Chancenverwertung. Einige Vorurteile konnte jedoch definitiv in den Wind geschlagen werden: So verderben zu viele Köche in diesem Trainerteam nicht den Brei… auch nicht, wenn zusätzlich noch die FF19 Trainer*innen Patrick Probst und Melanie Isler Spiele coachten oder bei den Trainings mithalfen (ein ganz herzliches Dankeschön an dieser Stelle!). Das Team ist nicht geschwächt, sondern nur weniger erfahren und hat mehr Diamanten, die noch geschliffen werden können. Es wird nach der Vorrunde nicht um den Abstieg gekämpft, sondern vorne mitgespielt. Das Team ist nicht andauernd unter Druck, sondern lässt in jedem Spiel nur wenigen Chancen zu. All diese Punkte und noch mehr hätten wohl nur Wenige erwartet. Jetzt gilt es, gut gelaunt in die Winterpause zu gehen, den Elan in Rückrunde mitzunehmen und den Kopf auch nicht hängen zu lassen, wenn nicht alles wie gewünscht läuft. Denn die FCR-Frauen sind immer noch oder umso mehr ein tolles Team und das ist, was zählt. Danke Stephan, Danke Trainerstaff und Danke FCR-Ladies.

Serena Bühlmann, Co-Trainer-Spielerin

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